Im Norden von Europa

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Im Norden von Europa

Auf den Lofoten (2009)

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Einleitung

Nachdem Überstundenabbau angesagt war, erfüllte ich mir nun endlich einen schon länger vorgehabten Ausflug zu den Lofoten, eine Inselgruppe im nördlichen Norwegen. Das Wetter dort ist Glückssache, wegen dem Golfstrom nicht so kalt wie man es vermutet, dafür jede Menge Wind und Regen. Die Vorhersagen waren für meinen Trip aber nicht schlecht und so ging es guter Dinge zum Frankfurter Flughafen.

Frankfurt-Oslo mit SK 737

Meine Route ging über Oslo und Bodø nach Svolvær auf den Lofoten. Warum ich aber dann am Gate nach Kopenhagen gewartet hatte und dort in die Maschine einsteigen wollte weiß ich bis heute noch nicht, zum Glück hat das Personal dies natürlich gemerkt und da das Oslo Gate nur paar Meter weiter ist war es kein Problem.

An Bord dann musste ich überraschend feststellen, dass ich ein Notausgangssitz hatte und kein Sitz vor mir war, Glück gehabt. Der Flug war fast voll und pünktlich. Das Servicekonzept der SK etwas konfus: Innernorwegisch sind die Getränke teurer als auf den Auslandsstrecken, bis auf Tee und Kaffee, der ist dort frei und hier muss man bezahlen. Fliegt man in den Norden innernorwegisch bis 09:30 gibt es ein Frühstück umsonst, sonst nichts. Na ja nichts Halbes und nichts Ganzes ist meine Meinung dazu. Außer mir (ein kaltes Bier) hat auch so gut wie niemand etwas bestellt.

Flug von Oslo nach Bodø mit SK737

Durchchecken des Gepäcks geht nicht, wegen dem Zoll muss es abgeholt werden. Dadurch und wegen recht langer Wege ist ein kurzfristiges Umsteigen in Oslo nicht zu empfehlen. Ich hatte jedoch genug Zeit und war auf der Warteliste für den nächsten Flug nach Bodø und hatte ein ok auf den übernächsten.

Die Check In Agentin meinte jedoch freudestrahlend, das der erste Flug kein Problem wäre und ich nun bestätigt für den ersten Flug wäre (was ich später an der Buchung auch sehen konnte). Warum Sie mir jedoch eine Bordkarte für den zweiten Flug gegeben hat ist mir heute noch schleierhaft, ich habe es leider verpennt nachzuschauen und erst am Gate gemerkt. Da auch mein Gepäck auf dem zweiten Flug war konnte dies nicht mehr geändert werden, so musste ich leider 1 1/2 Stunden auf den zweiten Flug warten, was solls, es gibt wohl schlimmeres. Heute war mein Tag der Notausgänge, auch hier wieder einen bekommen, allerdings war es ein anderes Modell mit einem Sitz vor mir, aber mit viel Abstand.

Der Airport von Bodø ist so nah an der Stadt, das man in wenigen Minuten zu Fuß in der Innenstadt ist. Die Wettervorhersage hatte recht, Traumwetter! Die recht übersichtliche Stadt ist ganz nett, liegt schön an den Bergen, und ein tolles Restaurant (hatte Krebsfleisch bestellt und Wal bekommen, der war aber so gut das es kein Problem war, er schmeckte wie ein Wildschinken, super) machte den Abend perfekt.

Flug von Bodø nach Svolvær mit Wideroe Dash-8 100

Am Morgen dann wieder ein perfektes Wetter, die Leute freuten sich darüber und bei jedem Kontakt war dies ein Thema. An Bord war freie Sitzplatzvergabe, da auf Grund des Flugzeugtypes bei fast keinem Platz eine gute Aussicht ist, war ich froh einen Fensterplatz in der letzten Reihe zu bekommen, dort und in der ersten Reihe ist die Sicht am besten.

Interessant ist, dass die letzte Reihe durchgehend fünf Sitze hat, die Tür hinter dem Mittelplatz ist nicht zu öffnen. Der Flug dauerte nur 20 Minuten, Getränke konnte man gegen Bezahlung trotz der kurzen Flugzeit bekommen (hat aber niemand genutzt). Die Aussicht war spitze und der Flug hätte viel länger dauern können.

Auf den Lofoten

Die Landschaft ist traumhaft, die Orte wunderschön, das Autofahren und die Orientierung ist einfach, das Wetter war spitze und so verbrachte ich eine tolle Zeit dort. Touristen waren so gut wie keine dort (im Sommer muss es grauenhaft sein), in den Restaurants und Kneipen war ich so gut wie immer alleine, auch in der Icebar, das machte mir aber nichts aus.

Die Rückreise

Zurück ging es die gleiche Route, auf der Strecke von Svolvær nach Bodø waren wegen einem Feiertag nur 4 Passagiere incl. mir. In Bodø gönnte ich mir dann wieder Wal und am nächsten Tag ging es dann mit einer fast leeren SK 737 nach Oslo (hier hatte ich einen Fensterplatz ohne Fenster bekommen, so extrem hatte ich es noch nie bei einem Flugzeug gesehen, konnte aber bei der geringen Auslastung den Platz problemlos wechseln) und mit LH A320 wieder nach Frankfurt.

Fazit

Da ich nur ca. die Hälfte der Inseln mir angeschaut hatte, muss ich wohl oder übel noch einmal dorthin ;-), würde auf Grund der Empfehlungen der Einheimischen aber wieder den Sommer vermeiden (viel zu viele Touristen), vielleicht nächstes Jahr wieder um diese Zeit. Da Zimmer problemlos zu bekommen waren (in meinem Hotel waren nur 3 der 30 Zimmer belegt) kann dies zu dieser Zeit kurzfristig erfolgen, denn das Wetter sollte schon passen, bei Regen wirkt selbst die überwältigenste Landschaft nur trist. So viel Glück wie dieses Mal werde ich aber wohl nicht mehr haben.