Inseln im Pazifik

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Inseln im Pazifik

Guam und Saipan (2008)

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Hier der Reisebericht mit Schwerpunkt auf die Flüge:


Seit vielen Jahren geplant und nun endlich realisiert: Mikronesien.

Ausgesucht haben wir Guam und Saipan, mitten im Pazifik, zugehörig zu den Marianen-Archipels. Beide Inseln gehören zu USA, haben aber einen unterschiedlichen Status (Guam ist ein nichtinkorporiertes Territorium der USA, Saipan ist ein den USA assoziierter Staat, was mit dem Militär in Guam zusammenhängt), die Einwohner sind zwar US-Bürger, dürfen aber nicht an der Wahl zum Präsidenten teilnehmen. Die Einreisegenehmigungen gelten nur für die entsprechende Insel und nicht für ganz USA, auch von Guam nach Saipan muss man neu einreisen.

Die besten Verbindungen dorthin sind über Japan oder Korea, Guam wird auch das Hawaii der Japaner genannt.

Aus diesem Grund ging es zuerst von Frankfurt nach Tokyo mit LH in First, wiederum ein tolles Erlebnis und ohne Fehl und Tadel. Obwohl ich seit meinem letzten LH First Flug nach Nagoya mir geschworen habe, nicht mehr das japanische Menü zu wählen (ist halt sehr authentisch a la roher Tintenfisch), traute ich mir es diesmal trotzdem wieder zu und dieses Mal war auch für mich (fast) alles essbar und sehr lecker. So ging die Zeit sehr schnell herum (das Frühstück habe ich allerdings wieder 'westlich' bestellt, Miso-Suppe am Morgen ist doch nicht mein Fall) und waren pünktlich in Narita gelandet.

Zuerst wollten wir in der Innenstadt für 2 Nächte übernachten, dann haben wir aber es vorgezogen, in Narita zu übernachten. Nach kurzer Fahrt zum Mercure-Hotel Narita hat sich dies als eine gelungene Wahl erwiesen, das Hotel ist im Gegenteil zu der Konkurrenz mitten in Narita, die Stadt ist nicht eine durch den Airport entstandene, sondern historisch gewachsen, zu Fuß alles zu erreichen, hat schöne Restaurants, viele Tempel, paar Kneipen, sehr schön.

Am nächsten Tag sind wir dann in die Innenstadt von Tokyo, alleine die Wahl des Zuges war nicht einfach: 5 verschiedene Linien mit unterschiedlichen Stopps, von 5 (fast der doppelte Preis) bis 23. Aus Abfahrtzeitgründen wählten wir den normalen Zug, der bis zum Stadtrand 1 1/4 Stunden benötigt. Das Taxi mit 250 Dollar war aus Preisgründen keine Alternative. Da wir keinen großen Zeitplan hatten, haben wir uns entschlossen, in diesem Teil von Tokyo zu bleiben, aber alleine dort war die Orientierung nicht einfach, wir wollten nur eine U-Bahn Station fahren, es gab aber alleine für diese Station drei Anbieter mit unterschiedlichen Bahnhöfen, so dass doch viel Zeit verrann, bis wir diese eine Station gefahren sind.

Auch dort war es nicht einfach zurechtzufinden, Problem war nicht die Beschriftung sondern der Maßstab, was nur einige Zentimeter auf der Karte ist und laufbar aussieht ist in Wirklichkeit ein strammer Marsch. Nach paar Stunden Aufenthalt, die nicht wirklich viel gebracht haben, haben wir dieses Mal den Expresszug zurück zu Narita gewählt, der aber auch eine Stunde benötigt. Wir waren froh wieder in überschaubaren Gebiet zu sein und vergnügten uns den Abend bei Sushi und Sake. Die Preise waren alle in etwa mit denen in Deutschland vergleichbar, eher etwas billiger. Am nächsten Morgen (und hier waren wir sehr froh, nicht in der Stadt sondern nur 5 Minuten vom Airport entfernt gewohnt zu haben) ging es dann mit Northwest Airlines nach Guam. Beim Check-In wurden wir sehr freundlich begrüßt, die Agentin meinte freudestrahlend, das heute statt dem A330 eine 747 eingesetzt wird und wir alle sehr viel Platz haben würden.

An Bord wurden wir freundlich empfangen und wir nahmen Platz in unseren Business Class Sitzen und wurden gleich mit einem Glas Champagner (naja fast, Sekt nach Champagner-Methode hergestellt) begrüßt. Interessanterweise hat jeder unserer Mitreisenden ein Getränk angenommen, kurz vor dem Start wurden jedoch fast alle Gläser unausgetrunken eingesammelt, so schlecht war der Drink auch nicht ;-). Das Produkt von Northwest Airlines hat uns sehr gefallen, eine tolle aufmerksame Crew, die sich sehr um uns kümmerte, leckeres Essen, bequeme Sitze, was will man mehr. Das Entertainment-System beinhaltet auch deutschsprachige Filme, in diesem Fall hätte der Flug ruhig länger sein dürfen, denn die Zeit reichte leider nicht, um 'American Gangster' fertig zu schauen, schade.

Nun waren wir in Guam, die Begrüßung ein Chaos. Obwohl wir als erstes aussteigen durften eine Riesenschlange bei der Einreise, kurz zuvor war ein Jumbo der JAL gelandet. Ein Mitarbeiter bemühte die hunderte wartenden Japaner mit einem manuellen Anstehsystem zu koordinieren, was aber total in die Hose ging, da sich die folgenden Passagiere nicht daran gehalten haben. Und dann kommt ein A330 nach dem anderen aus verschiedenen japanischen Städten dazu, so dass wir hier sehr lange warten mussten bis wir endlich einreisen konnten.

Übernachtet haben wir in der Touristenhochburg Tumon, da wir hier das beste Nachtleben erwartet haben, was aber leider nicht zugetroffen ist, durch die vielen Japaner mussten die meisten westlichen Bars zumachen, die meisten Hotels haben keine ordentliche Hotelbar mehr, wir hatten aber den Sekt von der NW und schauten uns dabei den wirklich schönen Ausblick von Hotel aus an: Unser Mariott Hotel sah auf der Homepage toll aus, vor Ort jedoch sah alles sehr Renovierungbedürftig aus. Ein Schelm auch, der sich den Boden des Poolbereiches ausgesucht hat, ohne Schuhe wegen spitzer Bodenfläche nicht laufbar, das Hotel wird mich wohl nicht mehr sehen. Die Insel selbst hat 1/3 Militärgebiet, der Rest hat wunderschöne Flecken.

Nach 4 schönen Tagen auf Guam dann der Weiterflug nach Saipan mit Continental. Das Einchecken war sehr unglücklich, es musste an einem Automaten eingecheckt werden, der sämtliche Schritte ablehnte mit dem Hinweis, einen vom Personal anzusprechen. Dieser verbrachte sehr lange Zeit für unseren Vorgang. Der Scanner für das Reisepass funktionierte auch nicht, so dass der ganze Prozess viel zu lange dauerte, dieses unausgereifte Automatensystem bringt eher keinen Vorteil gegenüber manuellem Handling, eine Sitzplatzauswahl war auch nicht möglich und wurde wohl nach Zufall verteilt. An Bord keinerlei Service, für einen 40 Minuten Flug aber zu verkraften.

In Saipan ging die Einreise sehr schnell und ruck zuck waren wir im Hyatt, unserem Hotel gelandet. Dies war im Gegensatz zum Mariott in Guam ein Traum und sehr zu empfehlen. Saipan hat im Gegensatz zu Guam kein US-Militär und wirkt etwas verschlafen, es gibt aber auch einiges zu sehen. Nach drei Tagen Saipan dann der Flug mit Asiana nach Pusan, zuerst hatte ich Skepsis, das der Flug sich ziehen würden (Abflugszeit morgens um 4 und dann ein 4 1/2 Stunden Flug), aber es ging dann, ich konnte sogar einigermaßen schlafen. Asiana hat ein ordentliches Produkt mit bemühten Personal.

Nach der schnellen Einreise in Pusan waren wir etwas orientierungslos, es sollte ein Bus direkt zum Novotel gehen. Dort wo er abgehen sollte stand auch ein Bus, und die Frage nach dem Novotel wurde bejaht. Nur der Preis schien uns zu niedrig (70 Cent oder so was), na ja egal und eingestiegen. Dies war allerdings der Linienbus und nicht der gedachte Airport Limousinen Bus (der ging 5 Minuten später), der an jede Ecke gehalten hatte. So hatten wir eine 1 1/4 stündige Rundfahrt durch Pusan für 70 Cent, auch nicht schlecht.

Das Novotel liegt direkt an einem Stadtstrand von Pusan, der für eine Stadt sehr sauber und gepflegt war. In Pusan haben wir uns alles zugetraut was die Koreanische Küche so bietet (ein ca. 20 Gang Menü für -in diesem Fall fast geschenkte- 30 Euro), toll. Am nächsten Tag dann der Weiterflug nach Seoul (dieses Mal waren wir im richtigen Bus, der aber auch eine Stunde benötigt) mit Asiana ohne nennenswerte Ereignisse. Der Transfer nach Seoul dauerte dann wieder ewig, egal was man wählt: es nimmt viel Zeit in Anspruch. Hinzu mit der Bahn genauso wie zurück mit dem Bus: 1 1/2 Stunden vom Airport zum Hotel. Etwas reisemüde haben wir uns in Seoul nicht viel angeschaut, das einzige was wir sehen sollten (und laut unserem Sofitel-Personal auch geöffnet hat) war nach einer Stunde Anfahrt dann doch geschlossen, so sind wir nur etwas durch die riesige Stadt geschlendert.

Am nächsten Tag ging es dann mit der LH in Business zurück nach Frankfurt, in der Maschine konnten wir dann erst einmal den 'American Gangster' fertigschauen und dann das westliche Menü genießen, für das koreanische Menü hatten wir keine Lust mehr. Nach angenehmen 10 1/2 Stunden dann die Landung in Frankfurt.