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Zinni auf Reisen:

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Vom Löwen gebissen: Mit Rovos Rail von Namibia nach Südafrika

Survival-Training im Süden von Afrika

Inhaltsverzeichnis:


Sehen ist anders als erzählt bekommen: Von Sossusvlei via Garas und Fish River Canyon nach Upington

Die Nationalflagge von Namibia
Die Nationalflagge von Namibia


Sehen ist anders als erzählt bekommen: Von Sossusvlei via Garas und Fish River Canyon nach Upington


Nach dem agilen Sossusvlei Aufenthalt war ich froh, wieder an Bord meine Ruhe zu haben, und die Landschaft vom Panorama-Wagon aus zu genießen:

Rovos auf dem Weg nach Garas Park
Rovos auf dem Weg nach Garas Park

Bis wir immer langsamer wurden, die Steigerung eines Hügels wurde für die Lokomotive zur Qual. Wahrscheinlich waren wir durch das gute Essen zu dick geworden... Wir hatten zu wenig Antrieb, packten es nicht ohne Hilfe, und eine zusätzliche Lokomotive wurde angefordert. Das dies für die Betreiber eine Überraschung war konnte ich mir schlecht vorstellen, der Hügel ist bestimmt nicht steiler geworden, und die Strecke wird seit Jahren bedient...

Das war ein schöner Moment unseren Stolz auf ein Bild zu packen:

Rovos Rail on Tour
Rovos Rail on Tour

Rovos Rail on Tour
Rovos Rail on Tour

bis die benötige Kraftverstärkung uns erreichte:

Unsere Hilfe kommt
Unsere Hilfe kommt

Unsere Verstärkung
Unsere Verstärkung

Danach Störungsfrei erreichten wir die Regionshauptstadt Keetmanshoop (Keetmans Hoffnung). Sie wurde 1866 als Missionsstation aufgebaut. Sponsor war der deutsche Kaufmann und Bankier Johann Keetman, der selbst aber nie dort war.

Der Bahnhof wurde 1908 von Deutschen errichtet, und brannte in 1918 aus. Das neue Gebäude stammt aus 1928, und ist somit der einzige Bahnhof in Namibia, der nicht in der deutschen Zeit erbaut wurde:

Der Bahnhof von Keetmanshoop
Der Bahnhof von Keetmanshoop

Unser erster Gang ging zur ehemaligen evangelischen Missionskirche. Sie ist seit dem 9. Juni 1978 ein nationales Denkmal, und das älteste Bauwerk der Stadt. Heute ist sie ein kleines Museum:

Die rheinische Missionskirche von Keetmanshoop
Die rheinische Missionskirche von Keetmanshoop

Die rheinische Missionskirche von Keetmanshoop
Die rheinische Missionskirche von Keetmanshoop

Das war nicht der Grund des Ausfluges, sondern der Garas (Nama / Damara Sprache, englisch Quivertree, deutsch Köcherbaum) Park. Fake News: Es sind keine Bäume, sondern eine Aloen-Art, die etwa fünf Meter hoch werden kann. Früher wurden Pfeilköcher aus den Ästen geschnitzt, so ist der Name entstanden. Manche Pflanzen sind über zweihundert Jahre alt, und eher Einzelgänger (na ja eher Steher...). In dem Park sind sie gehäuft, daher eine besondere Attraktion.

Es gibt einen kleinen Campingplatz mit viel Liebe und Humor. Die Besitzerin verkauft allerlei skurriles:

Eingang zum Campingplatz vom Garas Park
Eingang zum Campingplatz vom Garas Park

dass davon die Einwohner steinreich sind (siehe Hintergrund):

Die Locals vom Garas Park
Die Locals vom Garas Park

Die Pflanzen stehen im Vordergrund der Landschaft:

Köcherbäume im Garas Park
Köcherbäume im Garas Park

Köcherbäume im Garas Park
Köcherbäume im Garas Park

Köcherbäume im Garas Park
Köcherbäume im Garas Park

Köcherbäume im Garas Park
Köcherbäume im Garas Park

Köcherbäume im Garas Park
Köcherbäume im Garas Park

Aber auch die Formationen der Doloritfelsen sahen so aus, als ob Giganten damit gespielt hatten:

Köcherbäume und Doloritfelsen im Garas Park
Köcherbäume und Doloritfelsen im Garas Park

Ein Panoramablick über den Garas Park:

Blick auf den Garas Park
Blick auf den Garas Park

Die Anlage wirkt sehr surreal, was das Verhalten der Gäste beeinflusste. Bei diesem Video stört der nervige Tourist, ein Deutschland-Trottel in Afrika, im Vordergrund:


Video von Garas und Zinni, sechszehn Sekunden Laufzeit

Ich hätte noch Stunden dort verbringen können, und hätte mich dabei keine Sekunde gelangweilt. Für Freunde der Fotografie ist es ein Genuss und Paradies. Harmonie zwischen Menschen und Natur, manchmal geht das.

Vor der Abfahrt war ich mit einem Mitarbeiter des Bahnhofs ins Gespräch gekommen. Er fragte mich unter anderem ob ich reich sei. Für seine Verhältnisse bestimmt, aber ein plumpes 'Ja' wäre mir zu albern gewesen. Ich erzählte ihm eine Story, dass dies die Reise meines Lebens sei, und ich darauf jahrelang gespart hatte. Ohne in Details zu gehen: War übertrieben, aber ein Klumpen Wahrheit steckten dahinter. Wir trennten uns als neue Freunde.

Bahnfreunde unter sich
Bahnfreunde unter sich

Das war nicht der einzige Höhepunkt an dem Tag. Nach zwei Stunden Eisenbahn-Fahren erreichten wir Holoog, um nach einer Stunde Busfahrt am einhundertsechzig Kilometer langen Fish River Canyon vorbeizuschauen. Er ist der größte Canyon von Afrika und nach dem Grand Canyon der zweitgrößte der Welt. Wie oft musste unser Reiseleiter auf irgendetwas warten...:

Das lange Warten am Fish River Canyon
Das lange Warten am Fish River Canyon

Das hatte sich gelohnt, die Aussichten war fantastisch:

Ausblick auf den Fish River Canyon
Ausblick auf den Fish River Canyon

Ausblick auf den Fish River Canyon
Ausblick auf den Fish River Canyon

Nicht nur 'wir vom Zug' genossen den Blick auf Afrikas tiefste Schlucht:

Hier könnte ihre Werbung stehen
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aber ansonsten war sehr wenig los. Die meisten Besucher sind morgens dort, wenn das Licht wesentlich besser ist. Wir konnten einen Pfad am Rande der Schlucht entlanglaufen:

Wanderweg am Fish River Canyon
Wanderweg am Fish River Canyon

An dieser Stelle sah es so aus, dass früher eine Treppe von dort ins Tal ging. Wer das heute probiert, und ein 'Guter' ist, landet wahrscheinlich schnell im Himmel, der Rest in nicht so schöne Regionen:

Die Treppe zum Himmel?
Die Treppe zum Himmel?

Die Landschaft erinnerte mich etwas an den Uluru / Ayers Rock:

Landschaft am Fish River Canyon
Landschaft am Fish River Canyon

Leider viel zu früh erreichten wir unser Ziel:

Blick auf den Fish River Canyon
Blick auf den Fish River Canyon

wo wie gewohnt Rovos sich etwas hatte einfallen lassen. Ich vergab der improvisierten Lokalität das Prädikat 'Schönste Bar der Welt:

Zinni in der schönsten Bar der Welt am Fish River Canyon
Zinni in der schönsten Bar der Welt am Fish River Canyon

Die Gegend war magisch für mich, was aber nicht viel heißt bei diesem Urlaub, weil vieles magisch war. Das bei der Busabfahrt angebotene Bier vom Zug-Personal wirkte auf mich vermutlich wie Zebrakeulen für hungrige Löwen. Wie der ganze Tag: Lekker. Das Wort wird in Südafrika für sämtlichen Lebenslagen angewandt, nicht nur für Nahrungsmittel. Auch zum Beispiel für 'That girl was so lekker!'

Weiter mit: Die Reichen beschweren sich immer: Von Upington nach Kimberley


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