Bilder und Reiseberichte von mir rund um die Welt

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Vom Löwen gebissen: Mit Rovos Rail von Namibia nach Südafrika

Survival-Training im Süden von Afrika

Inhaltsverzeichnis:


Ein Sitzplatz bringt keinen Reichtum: Von Kimberley nach Johannesburg

Die Nationalflagge von Südafrika
Die Nationalflagge von Südafrika


Ein Sitzplatz bringt keinen Reichtum: Von Kimberley nach Johannesburg


Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen!

Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe begründet den Reichtum von Kimberley. 'The Big Hole' sah ich bei einem Zwischenstopp in Kimberley vor vielen Jahren bereits einmal aus der Luft. Nun stand mein Erstbesuch vom Boden aus an. Wir sollten das größte von Menschen geschaffene Loch mit einer geführten Tour folgen, die mit einem Film beginnen sollte. Dazu hatte ich keine Lust, und trennte mich von der Gruppe. Was den lokalen Guide nicht erfreute, nach meiner Frage nach einem Plan von der Anlage antwortete er unfreundlich 'I'm the map'. Na dann.

Auch ohne Hilfe fand ich diese Konstruktion:

Auf dem Weg zum Big Hole in Kimberley
Auf dem Weg zum Big Hole in Kimberley

mit diesem Stahlgerüst:

Big Hole in Kimberley
Big Hole in Kimberley

von dem aus ich Blicke auf die kraterartige Landschaft mit der Stadt im Hintergrund:

Blicke auf 'The Big Hole' in Kimberley
Blicke auf 'The Big Hole' in Kimberley

und dem Loch mit dem Durchmesser von 460 Metern genießen konnte.

Das Wort 'big' ist keine Übertreibung:

'The Big Hole' von Kimberley
'The Big Hole' von Kimberley

Das Wasser ist kräftig grün, vermutlich wegen Algen?:

'The Big Hole' von Kimberley
'The Big Hole' von Kimberley

Seit 1914 ist die ehemalige Mine stillgelegt, und es werden keine Diamanten mehr abgebaut:

Big Hole in Kimberley
Big Hole in Kimberley

Dann fuhr ich mutterseelenalleine mit einem Fahrstuhl minutenlang tief in den Untergrund. Mir war es wie eine Ewigkeit vorgekommen. Etwas mulmig war mir dabei zumute. Endlich angekommen, ging ich in die falsche Richtung, wieder zum Ausgang. Ich realisierte überraschend, dass ich nur einige Stufen steigen musste, um wieder an der frischen Luft zu sein. Diese Lausbuben hatten die Fahrt nur simuliert, und den Eindruck erweckt, kilometerweit herunterzufahren.

Aber auch die Wege durch die Stollen sorgten bei mir für Gänsehaut-Effekte:

Im tiefen Untergrund vom Big Hole in Kimberley
Im tiefen Untergrund vom Big Hole in Kimberley

Im tiefen Untergrund vom Big Hole in Kimberley
Im tiefen Untergrund vom Big Hole in Kimberley


Video vom tiefen Untergrund vom Big Hole in Kimberley, achtundzwanzig Sekunden Laufzeit

Ein Lob für die Verantwortlichen, das haben sie gut und glaubhaft umgesetzt.

Das Museum wurde streng überwacht, kein Wunder bei den Diamanten, die dort ausgestellt sind:

Diamanten im Big Hole Museum in Kimberley
Diamanten im Big Hole Museum in Kimberley

Diamanten im Big Hole Museum in Kimberley
Diamanten im Big Hole Museum in Kimberley

Geleistet hatte ich mir keinen.

Außerhalb des Geländes gibt es noch etwas 'Old Town' Stimmung, nur schade, dass alle Bars geschlossen hatten:

'Old Town' vom Big Hole in Kimberley
'Old Town' vom Big Hole in Kimberley

'Old Town' vom Big Hole in Kimberley
'Old Town' vom Big Hole in Kimberley

denn Nektar-Tee muss ich mir nicht antun:

'Old Town' vom Big Hole in Kimberley
'Old Town' vom Big Hole in Kimberley

In Kimberley musste unser Zug für den letzten Reiseabschnitt gedreht werden, dabei gab es technische Probleme. Dadurch gab es noch eine fotostoppfreie Stadtrundfahrt. Etwas wirklich Sehenswertes konnte ich nicht erblicken.

Durch die Verspätung konnten wir leider später bei der Weiterreise nach Pretoria wegen einsetzender Dunkelheit die Flamingos am Kamfers Dam nur mehr oder weniger als Silhouette sehen. Schade, trotz der schönen Atmosphäre:

Flamingos am Kamfers Dam
Flamingos am Kamfers Dam

Flamingos am Kamfers Dam
Flamingos am Kamfers Dam

Dieses Gebiet ist eine von nur vier Brutstätten für Zwergflamingos in ganz Afrika. In einer spektakulären Aktion retteten die Einwohner von Kimberley im Januar 2019 zweitausend Küken. Durch eine anhaltende Trockenheit war so viel Wasser am Brutplatz verdunstet, dass die Vögel ihre Gelege und Jungen aufgegeben hatten. Erst Anfang Mai kurz vor meiner Reise konnten die Kleinen zurück zu ihrem Stammplatz gebracht werden.

Bei dem Video sieht man leider keine Flamingos, aber man kann sich vorstellen, dass ein Schlaf beim Bremsen des Zuges nur sehr schwer möglich ist:


Video vom Blick auf den Kamfers Dam, sechszehn Sekunden Laufzeit

Weiter mit: Ein Mensch ist ein Mensch durch andere Menschen: Von Johannesburg nach Frankfurt


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